Die Geschichte des ESV Sigmundsherberg


Wir schreiben das Jahr 1932. Die begeisterten Anhänger des in Österreich immer mehr in Mode kommenden Fußballsports jagten in Sigmundsherberg auf Wiesen und auf dem zwischen Eisenbahngeleisen gelegenen Dreispitz dem runden Leder nach.

1933 gründeten die Herren Binder, Gams, Holzer, Knedlhanz, Neustätter, Lunzer, Schwab und Steinschaden unter Führung des 1. Obmannes Hr. Ableidinger den 1. Sportverein Sigmundsherberg. Schon 1934 wurde von der Familie Strasser ein Acker erworben, der jetzige Sportplatz errichtet und für den Wettspielbetrieb vom Verband genehmigt.

In den nachfolgenden Kriegsjahren konnte der Spielbetrieb nur mehr zeitweise aufrechterhalten werden.
Im Jahre 1945 wurden unter der Abkürzung "ROSI" für ROdingersdorf und SIgmundsherberg unter Führung von Hr. Franz Waldher Freundschaftsspiele durchgeführt. Noch 1945 erfolgte eine neuerliche Umbenennung in EisenbahnerSportVerein Sigmundsherberg. Hr. Franz Eichberger wurde zum Obmann gewählt und der Spielbetrieb neuerlich aufgenommen.

Ab 1948 leitete Hr. Robert Pocnicek als Obmann den Verein. Es folgten die Gründungen der Sektionen Schach, Tischtennis und Foto.

1954 wurde Hr. Ludwig Kreindl als neuer Obmann gewählt. Nach kurzer Amtszeit verstarb Hr. Kreindl, übernahm Hr. Pocnicek erneut die Leitung des Vereins. Der Höhepunkt der Epoche Pocnicek war 1958 die Erringung des Meistertitels der 2. Klasse Pulkautal. Durch eine Änderung der Gruppeneinteilung erfolgte jedoch kein Aufstieg in eine höhere Spielklasse. Der ESV wurde der 2. Klasse Schmidatal zugeteilt.

Unter dem ab 1958 tätigen Obmann Rudolf Stranksy wurde in den Jahren 1963-1965 der Sportplatz vergrößert und umzäunt. 1965 erfolgte die Weihe und Eröffnung des neuen Sportplatzes.

Nach dem unerwarteten Tod des sehr aktiven Obmannes übernahm ab 1966 Hr. Josef Neustätter den Verein. Es begann der Bau der Umkleidekabinen, welche im Jahre 1969 fertiggestellt wurden. Die Jugend erreichte erstmals Meisterehren in Klasse Schmidatal.

In der Zeit von 1972 - 1974 leitete Hr. Wilhelm Franczik die Geschicke des Vereins. Nach seinem Rücktritt trat Wilhelm Hofko als geschäftsführender Obmann in dessen Fußstapfen.

Wahl von Franz Göd zum Obmann des ESV Sigmundsherberg (1975).

Die Jugendmannschaft des ESV erreichte ungeschlagen den Meistertitel der Gruppe Schmidatal (1978).

1982 erfolgt die Gründung der Sektion Tennis, wurde am Schulsportplatz ein Tennisbetrieb ermöglicht.

1983 wurde der 50jährige Bestand des Vereins mit einem großen Sportfestes gebührend gefeiert. In der Zeit von 1985 - 1987 war Hr. Günter Steinbrecher Obmann des Vereins.

In den Jahren 1985 und 1986 wurden seitens des Vereins Motor-Cross-Veranstaltungen im nahe gelegenen Maigen durchgeführt, in der Saison 1986/87 die Jugend Meister der Gruppe Pulkautal.

1987 wird Franz Göd neuerlich als Obmann angelobt. Die Marktgemeinde kaufte ein Grundstück neben dem Fußballplatz von der Familie Staufer und konnte so den Bau einer Tennisanlage samt Erweiterung des Tennisplatzes im Jahre 1988 beginnen.

1989 erfolgte die offizielle Eröffnung der neuen Tennisanlage und Austragung des 1. Sigmundsherberger Open.
Zwischen 1990 und 1992 wurde die Reservemannschaft des ESV in Folge dreimal Meister der 2. Klasse Schmidatal.

1992 wird Günter Kaufmann zum Obmann des ESV angelobt.

1993 wird mit dem Zubau zur Kabinenanlage der Sektion Fußball sowie eines Klubhauses für die Sektion Tennis begonnen.

1994 und 1995 konnte die Kampfmannschaft des ESV jeweils den Meistertitel im Unteren-Play Off erringen.

1997 nimmt der ESV erstmals auch mit einer Tennismannschaft am Hobbyligabetrieb teil und erreicht den neunten Rang.

Am 20.05.1998 kann der ESV Sigmundsherberg, als einer der ersten Vereine in Niederösterreich, seine eigene Homepage im Internet präsentieren.

Im Sommer 1998 werden beim ESV erstmals 2 ausländische Spieler eingesetzt. Libor Nerada und Jiri Repa erweisen sich sowohl sportlich als auch menschlich als Volltreffer

2004 erobert die Reservemannschaft den Meistertitel in der 2. Klasse Schmidatal.

2005 wird der ESV mit den meisten Stimmen im Bezirk Horn zum Lieblingsverein in Sigmundsherberg gewählt.

2006 übernimmt Alfred Pausar die Obmannschaft des ESV Sigmundsherberg. Mit Rudi Steinbrecher verliert der ESV sein erstes Ehrenmitglied und einen der größten Fans.

Im Herbst 2006 kann der ESV die Winterkrone in der Kampfmannschaft für sich verbuchen, im Frühjahr rutscht man aber leider auf den sechsten Rang ab.

2007 kann sich der ESV abermals Lieblingsverein in Sigmundsherberg nennen. Alois Lehr stellt sich mit der Spende einer elektronischen Anzeigetafel beim ESV ein.

Die U11 des ESV Sigmundsherberg kann im Frühjahr des Jahres 2008 den Meistertitel im unteren Play Off der JHG Nordwest erreichen und steigt damit ins nächst höhere Play Off auf.

2008 wird zur 75-Jahr-Feier des ESV eine neue Kantine mit zeitgemäßen WC-Anlagen und Lagerräumen eröffnet und im Rahmen der Feldmesse eingeweiht. Ebenso wird das erweiterte Flutlicht, welches aber noch nicht meisterschaftstauglich ist, seiner Bestimmung übergeben.

2009 veranstaltet der ESV ein Benefizturnier, welches ein toller Erfolg wird. Der Reinerlös dient dem ehemaligen ESV-Seniorenspieler Rudi Stangelmaier zur Anschaffung eines Handbikes. Am Sportplatz wird weiter in die Infrastruktur investiert und eine automatische Beregnungsanlage installiert. 

2010 veranstaltet der ESV erstmals einen Sportlerball. Die eifrige Mithilfe der Spieler und Funktionäre macht den Ball zu einem vollen Erfolg und bis heute zu einem Fixpunkt im Sigmundsherberger Event-Kalender. Die Mitternachtseinlage des ersten Sportlerballs ist mittlerweile Legende. Sportlich setzt der ESV ab 2010 voll auf die Jugend, muss mit dem Abgang von Libor Nerada in die Fußballpension aber auch seinen besten Torschützen der letzten Jahre vorgeben. Libor war - gemeinsam mit Jiri Repa - der erste Legionär beim ESV und wurde in 12 Jahren einer unserer besten Freunde. Die Tabellenplätze 10 und 11 in den Jahren 2011 und 2012 verdeutlichen die Lücke die Libor hinterließ. In der Jugendarbeit wird mit dem SK Eggenburg zusammengearbeitet, startet man mit einer U13 und einer U14 in die neue Meisterschaft. Die U13 erobert prompt den Herbstmeistertitel im unteren Play-Off. 

Nach der Saison 2011 wird der Stiegenaufgang zum Sportplatz saniert. Der tatkräftige Einsatz unserer Altvorderen (Alfred Pausar, Franz Schüssler und Otto Neumeister) macht sich bezahlt, erstrahlt der bald 50 Jahre alte Aufgang in neuem Glanz. 

2012 übernimmt Gerhard Felberbauer die Obmannschaft des ESV Sigmundsherberg. Bei der konstituierenden Sitzung des neuen ESV-Vorstandes wird gleichzeitig die Gründung einer neuen Laufsektion beschlossen. Der ESV startet in der Saison 2012/2013 auch erstmals mit einer Damenmannschaft in der Frauen-Gebietsliga Waldviertel. 

Im Frühjahr 2013 werden die Tennisplätze des ESV saniert und mit einer automatischen Beregnungsanlage ausgerüstet. In der Saison 2012/2013 belegt die Kampfmannschaft des ESV den sechsten Endrang in der Tabelle. Viele junge Spieler und auch einige Neuzugänge sind ein Versprechen für die Zukunft. Nach der Meisterschaft erfolgt eine Teilsanierung des Spielfeldes.

Mit Saisonende 2013/2014 wird der Betrieb der Damenmannschaft wieder eingestellt. Die hohe Erwartungshaltung konnte nicht erfüllt werden, zu viele verletzte Spielerinnen und mangelnder Trainingseifer machen diesen Schritt nach zwei vollen Saisonen im Bewerb notwendig. Gemeinsam mit dem SK Eggenburg ist man noch mit einer Mannschaft im Nachwuchsbereich tätig, diese belegt unter der Führung des ESV im Frühjahr bei der U16 den vierten Tabellenplatz. 

Die Saison 2014/2015 verläuft für den ESV nicht nach Plan. Die Kampfmannschaft wird nur zehnter, die Reserve belegt den neunten Tabellenrang. Trainer Erik Nemeth beendet nach vielen Jahren beim ESV seine Karriere mit dem Saisonende. Im Spieljahr 2015/16 gibt es dann den nächsten Rückschlag. Nachdem der neue Trainer bereits nach wenigen Spielen ausgewechselt werden musste, findet sich der ESV vom Start weg auf den hinteren Tabellenrängen. Auch ESV-Urgestein Walter Nikisch kann daran als neuer Trainer nichts ändern. Abgänge und Ausfälle, wenig Trainingsbeteiligung und fehlender Zusammenhalt bringen den letzten Tabellenplatz bei Kampfmannschaft und Reserve.

Mit der Jahreshauptversammlung des ESV 2016 gibt es auch im Vorstand einige Änderungen. Michael Schwayda übernimmt die Obmannschaft, Gerhard Felberbauer rückt eine Stufe zurück. Im Sommer werden einige Spieler zum ESV zurückgeholt bzw. fix verpflichtet. Ebenso gibt es einige Neuzugänge, womit auf das schlechte Abschneiden in der Vorsaison reagiert wird. Mit Robert Zeleznik wird auch ein neuer Trainer mit viel Erfahrung verpflichtet. Überdies wird das Hauptspielfeld generalsaniert und präsentiert sich zu Beginn der Meisterschaft in Top-Zustand. 

In der Saison 2016/2017 läuft es für den ESV auf dem Fußballsektor immer noch nicht ganz rund. Ein neunter Platz bei der Kampfmannschaft und auch bei der U23 entspricht nicht den Ansprüchen. Im Sommer wird allerdings eine U7 als Spielgemeinschaft mit Eggenburg gegründet und diese schlägt sich mit Turniersieg um Turniersieg sehr gut. Sogar gegen die Alterskollegen von Rapid durfte man antreten und musste sich nur knapp geschlagen geben. Viel besser läuft es 2017 für die Tennissektion, kann mit einem Finalsieg gegen Rodingersdorf erstmals die Union-Tennis-Hobbyliga gewonnen werden.

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In der Saison 2022/2023 hat sich das Vereinsleben wieder von der Corona-Pandemie erholt. Es konnten mehrere Veranstaltungen (Grillabende, Schnapsen, Rote-Nasen-Lauf) organisiert werden. Die erfolgreiche Nachwuchsarbeit in Kooperation mit dem SK Eggenburg wird fortgesetzt und bringt einen Herbstmeistertitel im UPO und einen Meistertitel im MPO im Frühjahr - und das, obwohl man eigentlich noch als U12 am Bewerb teilnehmen hätte können. Die Kampfmannschaft des ESV/USV schlägt sich respektabel, nach fünf Runden ohne Niederlage zu Saisonbeginn konnte in einer knappen Meisterschaft der 2. Klasse Thayatal/Schmidatal der achte Gesamtrang erobert werden (Trainer Bobby Hron). Die U23 wird sogar dritter und sorgt für das beste Ergebnis seit langer Zeit. Neben der U13 versucht sich der ESV auch mit einer U6 und U8 - mit wechselndem Erfolg. Die U6 wird aber auch im kommenden Jahr (dann als U7)  am Bewerb teilnehmen. Die Tennismannschaft steigt in der Hobbyliga zwar um eine Klasse ab, Tenniskurse für Kinder und eine sehr engagierte Damentruppe geben aber Hoffnung für die Zukunft. Michael Schwayda wird als Obmann für die Funktionsperiode 2023-2026 bestätigt.

 

Anmerkung:
Da dieser kurzer Überblick über die Vereinsgeschichte von mehr als 80 Jahren nicht den Anspruch auf Vollständigkeit erheben kann soll an dieser Stelle all jenen gedankt werden, welche nicht namentlich erwähnt wurden, aber durch deren Hilfe und Mitarbeit der über 80jährige Bestand des ESV Sigmundsherberg erst möglich wurde. Und die Geschichte geht weiter .....